Dekubitus: Entstehung und Prävention
Druckgeschwüre – eine der häufigsten Komplikationen in der Pflege
Dekubitus, auch Druckgeschwür oder Druckwunde genannt, ist eine der gefürchtetsten Komplikationen bei pflegebedürftigen Menschen. Und eine der häufigsten: Schätzungsweise entwickeln in Deutschland jährlich Hunderttausende Pflegebedürftige einen Dekubitus – oft vermeidbar, wenn die richtigen Maßnahmen rechtzeitig ergriffen werden.
Was ist ein Dekubitus?
Ein Dekubitus entsteht, wenn Haut und darunterliegendes Gewebe über längere Zeit unter Druck oder Scherkräften leiden – zum Beispiel beim stunden- oder tagelangen Liegen oder Sitzen in derselben Position. Die Durchblutung wird unterbrochen, das Gewebe stirbt ab. Besonders gefährdet sind knöcherne Stellen wie Steißbein, Fersen, Hüfte und Schulterblätter.
Wer ist besonders gefährdet?
Das Risiko ist erhöht bei stark eingeschränkter Mobilität (Bettlägerigkeit, Rollstuhl), schlechtem Ernährungs- und Hydrationszustand, empfindlicher oder vorgeschädigter Haut (z. B. bei Diabetes), Inkontinenz (Feuchtigkeit schädigt die Haut), sowie eingeschränktem Schmerzempfinden oder eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit.
Wie wird Dekubitus eingeteilt?
Es gibt vier Schweregrade: von einer Rötung der intakten Haut (Grad 1) bis hin zu tiefen Wunden, die Muskeln oder Knochen erreichen (Grad 4). Ab Grad 2 ist professionelle Wundversorgung zwingend erforderlich.
Was tut Cura Aktiv zur Prävention?
Dekubitusprophylaxe ist ein zentraler Bestandteil professioneller Pflege bei Cura Aktiv Bad Honnef:
- Regelmäßige Umlagerung: Bettlägerige Pflegebedürftige werden in festen Intervallen (in der Regel alle zwei Stunden) neu gelagert
- Hautbeobachtung: Bei jeder Pflege wird die Haut systematisch auf erste Anzeichen kontrolliert
- Druckentlastung: Spezielle Lagerungshilfsmittel (Kissen, Matratzen) werden eingesetzt und bei Bedarf über die Pflegekasse beantragt
- Hautpflege: Feuchtigkeitspflege, Schutz vor Nässe und Reibung
- Ernährung und Flüssigkeit: Ausreichende Versorgung als Grundvoraussetzung für gesunde Haut
Was wenn ein Dekubitus bereits entstanden ist?
Die Wundversorgung bei Dekubitus ist Behandlungspflege – sie wird ärztlich verordnet und über die Krankenkasse abgerechnet. Cura Aktiv verfügt über geschulte Pflegefachkräfte für die professionelle Wundversorgung und arbeitet eng mit dem Hausarzt zusammen.
Wenn Sie Pflegegeld erhalten, müssen Sie regelmäßig ein Beratungsgespräch nach § 37 Abs. 3 SGB XI durchführen lassen.
Wir unterstützen Sie dabei zuverlässig und unkompliziert:
Persönliche Beratung durch erfahrene Pflegefachkräfte
Individuelle Tipps zur Verbesserung Ihrer Pflegesituation
Prüfung, ob Pflegeleistungen richtig ankommen
Entlastung für Angehörige durch klare Orientierung
Diese Beratung ist für Sie kostenfrei – wir rechnen direkt mit der Pflegekasse ab.
Cura Aktiv sorgt dafür, dass Sie bestens begleitet werden und alle Anforderungen erfüllen.
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